Ab morgen: Bischöfe bei Frühjahrsvollversammlung


INFO: Vom 22. bis 25. September kommt die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) zu ihrer Herbstvollversammlung zusammen. Gastgeber ist diesmal das Bistum Würzburg mit Bischof Dr. Franz Jung. Unter der Leitung des DBK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing, nehmen 57 Mitglieder teil. An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 23. Februar 2026 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Erzbischof Samuel Kleda und Pauline Maiday (Diözese Douala/Kamerun) teilnehmen.

Im Mittelpunkt der Beratungen am Tagungsort im Burkardushaus stehen die turnusmäßige Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sowie ein Studientag zu aktuellen Fragen des christlich-muslimischen Dialogs. Hier befasst sich die Vollversammlung mit relevanten Entwicklungen des muslimischen Lebens in Deutschland und den Folgen für den interreligiösen Dialog. Dabei wird auch die neue Arbeitshilfe Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland vorgestellt, die in der Nachfolge des Dokuments Christen und Muslime von 2003 steht. Am Pressegespräch zum Thema „Dialog zwischen Christen und Muslimen – Kontinuität und Wandel“ am Mittwoch, 25. Februar, um 13.00 Uhr nehmen teil: Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz und Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog; P. Prof. Dr. Tobias Specker SJ (Frankfurt am Main), Lehrstuhlinhaber für Katholische Theologie im Angesicht des Islam an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen; Prof. Dr. iur. Dr. h. c. Mathias Rohe (Erlangen), Lehrstuhlinhaber für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung sowie Sprecher des Forschungszentrums für Islam und Recht in Europa der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU EZIRE) und Dunya Elemenler (Köln), Projektleiterin beim Sozialdienst muslimischer Frauen (SmF) und Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG).

Die Vollversammlung wird sich zudem mit der zurückliegenden sechsten Synodalversammlung befassen. Dazu liegt die Satzung der Synodalkonferenz zur Annahme vor. Die Bischöfe werden sich weiterhin zu aktuellen Fragen im Themenfeld sexueller Missbrauch beraten, den Entwurf einer Arbeitshilfe zur Ehrenamts- und Engagemententwicklung diskutieren und sich mit der aktuellen Lage der christlichen Minderheiten im Nahen Osten auseinandersetzen. Darüber hinaus werden sie auf das Heilige Jahr 2025 zurückblicken. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beobachtung des Selbstverständnisses Europas in einer sich verändernden Weltordnung. Hier werden die Bischöfe, wie auch beim Studientag zum Islam, mit Gästen diskutieren.

Online teilnehmen: Alle Pressekonferenzen ebenso wie der Eröffnungsgottesdienst (23. Januar 2026) werden im Livestream von katholisch.de angeboten und sind auch unter www.dbk.de und auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Bischofskonferenz verfügbar. Die morgendlichen Gottesdienste am 24., 25. und 26. Februar 2026 werden ausschließlich im Ton von Radio Horeb übertragen. Am Donnerstag, 26. Februar 2026, wird um 14 Uhr die Abschlusspressekonferenz mit dem neu gewählten Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und der Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz beginnen.

Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de sowie auf der Themenseite Vollversammlung .

Wahl des neuen DBK-Vorsitzenden: Die Deutsche Bischofskonferenz wählt ihren neuen Vorsitzenden voraussichtlich am 24. Februar. Der Gewählte werde sich laut Angaben voraussichtlich gegen 11.30 Uhr in einem ersten Pressestatement im Würzburger Burkhardushaus zu Wort melden, so die DBK. Der Limburger Bischof Georg Bätzing (64) hatte im Januar angekündigt, sich nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stellen. Zur Wahl aufstellen lassen können sich alle 27 deutschen Diözesanbischöfe. Abstimmen dürfen bei der Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters auch die Weihbischöfe, die gut die Hälfte der voraussichtlich 57 anwesenden Wahlberechtigten stellen.

„Um im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen, möchte ich Euch mitteilen, dass ich für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden“, schrieb der Amtsinhaber Bischof Dr. Georg Bätzing mit Blick auf die anstehende Wahl in einem Brief an die Mitglieder der Bischofskonferenz : „Es waren sechs intensive Jahre, in denen wir Bischöfe gemeinsam mit vielen anderen aus dem Volk Gottes einiges bewegen und für eine tragfähige Zukunftsgestalt von Kirche in unserem Land realisieren konnten. Jetzt ist es Zeit, diese für die Arbeit der Bischofskonferenz wichtige Aufgabe in andere Hände zu legen. Und ich bin mir sicher, es wird gut weitergehen.“ Er empfinde es „als eine große Ehre und Freude, diesen Dienst in wahrlich anspruchsvollen Zeiten zu tun, die zugleich neue Gestaltungsspielräume eröffnen“. In seinem Brief spricht er an alle, „die mich in den zurückliegenden sechs Jahren wertschätzend und konstruktiv-kritisch unterstützt haben“, einen vielfachen Dank aus. Für die anstehende Wahl bete er um Gottes guten Geist und wünschte dem „Miteinander in der Konferenz weiterhin den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen – um miteinander den Gläubigen in unserem Land und vielen mehr die Freude des Glaubens zu bezeugen“.

Bischof Dr. Georg Bätzing hatte als Nachfolger des Münchner Kardinals Reinhard Marx der Konferenz seit 2020 vorgestanden. Es laste auf ihm, dass die deutschen Bischöfe nicht mit einer Stimme in jeder Frage sprechen, sagte Bätzing im Dezember. Immer wieder hatten die Bischöfe Stefan Oster (Passau), Rudolf Voderholzer (Regensburg), Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln) und der frühere Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke der Mehrheit in der Bischofskonferenz bei Kirchenreformen widersprochen. So gingen die Meinungen insbesondere beim Reformprozess Synodaler Weg auseinander. Unter Bätzings Ägide wurde im Februar 2024 eine weithin beachtete Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz: Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar veröffentlicht. Darin hatten die katholischen Bischöfe ausdrücklich die AfD genannt und damit erstmals eine im Bundestag vertretene Partei als nicht wählbar für Christen charakterisiert. (KNA)

Deutsche Bischofskonferenz: Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland und geht auf eine erste Konferenz 1848/1867 zurück. Die Mitglieder leiten als Ortsbischöfe eine der 27 Bistümer oder unterstützen als Weihbischöfe. Die Konferenz mit Sitz in Bonn dient der Förderung gemeinsamer Aufgaben, der Beratung und der Koordinierung der Arbeit. Sie gibt Richtlinien vor und pflegt Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Organ ist die jeweils im Frühjahr und Herbst tagende Vollversammlung. Die Frühjahrstreffen finden an wechselnden Orten statt. Die Herbstvollversammlung tagt stets in Fulda und damit am Grab des „Apostels der Deutschen“, des heiligen Bonifatius. Derzeit hat die Bischofskonferenz 59 Mitglieder.

Vorsitzender ist der Limburger Bischof Georg Bätzing, stellvertretender Vorsitzender Bischof Dr. Michael Gerber von Fulda, Generalsekretärin ist Dr. Beate Gilles. Zur ständigen Arbeit sind Kommissionen eingerichtet: Zur Bearbeitung von Fragen bestimmter Sachbereiche hat die Vollversammlung nachfolgende Kommissionen errichtet: I. Glaubenskommission , II. Ökumenekommission , III. Pastoralkommission , IV. Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste , V. Liturgiekommission , VI. Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen , VII. Kommission für Erziehung und Schule , VIII. Kommission für Wissenschaft und Kultur , IX. Publizistische Kommission , X. Kommission Weltkirche , XI. Kommission für Ehe und Familie , XII. Jugendkommission , XIII. Kommission für caritative Fragen , XIV. Migrationskommission . Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz ist der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) , in dem die 27 rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Diözesen zusammengeschlossen sind.

Kontakt: Deutsche Bischofskonferenz, Kaiserstr. 161, 53113 Bonn, Postfach 29 62, 53019 Bonn, Tel. 0228 / 103-0, Fax 0228 / 103-299, E-Mail: sekretariat@dbk.de, Internet: https://www.dbk.de/

 

  • 22.02.2026
  • Christof M. Beckmann
  • Red
Ab morgen: Bischöfe bei Frühjahrsvollversammlung
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