Bruder Paulus: Hoffnungszeichen

INFO: Paulus Terwitte OFMCap, geboren 1959 in Stadtlohn als Bernhard Gerhard Terwitte, entschied sich mit 19 Jahren, Kapuzinerbruder zu werden und trat nach dem Abitur am Gymnasium Remigianum in Borken in den Kapuzinerorden ein. Nach dem Noviziat in Werne und dem Studium der Philosophie und Katholischen Theologie in Münster und Graz/Österreich Ewige Profess am 1. Oktober 1983, Weihe zum Diakon, 1985 im Kapuzinerkloster in Münster zum Priester geweiht. Bis 1989 in Offenburg und Wien tätig, ging über Stühlingen 1992 in die neu gegründete Ordensniederlassung nach Gera und war dort vorwiegend in der Krankenhausseelsorge tätig. Seit 1998 war er Leiter des Kapuzinerklosters Liebfrauen in Frankfurt am Main, wo er neben der Tätigkeit als Beicht- und Gesprächsseelsorger durch die katholische Fernseharbeit seinen Weg in die Medienwelt begann. Ab 2023 übernahm er als Guardian die Leitung des Kapuzinerkloster St. Anton in München. Zum Jahr 2026 wechselte er nach Münster, um dem dortigen Kapuzinerkloster als Guardian vorzustehen. Neben ihm kommen auch Br. Heribert Leibold aus Werne sowie Br. Joachim Wrede aus Schliprüthen im Sauerland nach Münster und verstärken die Kloster-Gemeinschaft. Br. Jose Vettikatte bleibt Vikar des Klosters.

Bruder Paulus war und ist Autor und Gesprächspartner in Zeitungen, Radio und Fernsehen, seit 2002 Talkmaster der Reihe N24 Ethik „Um Gottes Willen“. Wirken als Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, als Geistlicher Beirat im Vorstand der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands, Vorsitzender des katholischen Pressebundes e.V. in Bonn, 2017 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt für das Engagement über konfessionelle Grenzen für Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit, Wertorientierung und soziale Verantwortung, 2021 Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit zum Wohle von Obdachlosen und Menschen mit geringem Einkommen. Seine Homepage: http://www.bruderpaulus.de/ .

Letzte Veröffentlichungen: Stark durch den Wandel: Halt, Orientierung und Zuversicht in Zeiten der Veränderung, Bonifatius-Verlag Paderborn 2025, 206 Seiten, ISBN 978-3-98790-070-9, 20,- EUR; Geht’s noch, Gott? Antworten auf große Fragen, Bonifatius-Verlag Paderborn 2022, 202 Seiten, ISBN 978-3-89710-911-7, 18,- EUR.

Kontakt: Bruder Paulus Terwitte, Kapuzinerkloster Münster, Kapuzinerstraße 27/29, 48149 Münster, Tel. +49 (0) 251/9276–0, Fax +49 (0) 251/9276–210, muenster@kapuziner.org,

Die Kapuziner in Münster: Sie kamen um 1612/13 aus Flandern in die Stadt und erhielten 1615 die Erlaubnis des Bischofs sich niederzulassen, zu betteln und zu predigen. 1619 bauten sie an der Krummenstiege ein Kloster, dessen Kirche 1626 geweiht wurde. Die Kapuziner wirkten vor allem in der Verkündigung, Spendung der Sakramente und als Beichtväter, waren darüber hinaus aber auch stark karitativ engagiert. 1725-27 entstand eine größere Kirche, die durch Johann Conrad Schlaun errichtet wurde. Nach der Vertreibung der Kapuziner als Folge der Säkularisation wurde sie 1812 als Ägidii-Kirche zur Pfarrkirche, das leerstehende Kloster wurde 1828 abgerissen. 1857 kehrte der Orden zurück und errichtete vor dem Neutor einen Konvent mit Kirche, wurde 1875 durch das „Klostergesetz“ abermals vertrieben, kam wieder zurück und konnte ab 1887 das Kloster erweitern. Es wurde 1941 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und 1944 durch einen Bombenangriff zerstört, 1946-1954 wiederaufgebaut und 1993-1995 umfassend renoviert. Seit über 150 Jahren sind sie in der Kapuzinerstraße in der Nähe des Schlossgartens beheimatet. Einige Mitbrüder sind als Professoren und Dozenten an der ordenseigenen Philosophisch-Theologischen Hochschule mit ihren Institut IUNCTUS tätig. Im Kloster befindet sich eine große wissenschaftliche Bibliothek. Nicht zuletzt wurde das Kloster durch ihren Klostergarten bekannt.

Kontakt: Kapuzinerkloster Münster, Kapuzinerstraße 27/29, 48149 Münster, Tel.: +49 (0) 251/9276–0, Fax: +49 (0) 251/9276–210, E-Mail: muenster@kapuziner.org, Internet: https://www.kapuziner.org/muenster/ . Einblicke in das Ordensleben gibt es auf dem Youtube-Kanal von https://www.kapuziner.org/kapuziner-entdecken/ . Weltweit gibt es etwa 11.000 Kapuziner in 120 Ländern, die nach der Regel des hl. Franziskus leben. Wie zur Gründungszeit legen sie Wert auf Stille und Gebet, aber auch auf aktives Engagement in der Sonder- und Randgruppenseelsorge und in sozial-pastoralen Projekten wie der Obdachlosenarbeit. Kontakt: Curia Generalizia dei Frati Minori Cappuccini, Via Piemonte, 70, 00187 Roma, ITALIA, Tel. +39 06 42011710, +39 335 1641820, Fax +39 06 4828267, Internet: https://www.ofmcap.org/de/ .

 Franz von Assisi, eigentlich Giovanni Bernardone (* um 1181/1182 in Assisi, Italien, † 3. Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi, war der Gründer des Franziskanerordens (Ordo Fratro Minorum, OFM). Geboren als Sohn des reichen Tuchhändlers Pietro di Bernardone und seiner Frau Pica, führte er das sorgenfreie Leben eines jungen, reichen Mannes. 1202 wurde er im Krieg der Stadt Assisi gegen Perugia gefangen genommen. Nach schwerer Krankheit und langer Genesung während der Gefangenschaft bekehrte er sich bei der Pflege von Aussätzigen. Immer wieder zog er sich in die Einsamkeit zurück, beschloss, das Evangelium buchstäblich zu verwirklichen und ein Leben in völliger Armut zu führen. Er wählte das Leben als Einsiedler, dem sich im Laufe der Zeit immer mehr junge Männer anschlossen. 1210 bat Franziskus mit seinen Gefährten in Rom beim Papst um die Bestätigung der Regel ihrer „Armutsbewegung“ zu erbitten. Die Bruderschaft wurde mit der Anerkennung durch Papst Innozenz III. (1209/10) und der Bestätigung der endgültigen Regel (1223) zum Orden der Minderen Brüder (Ordo Fratrum Minorum, OFM).

Franziskus starb am Abend auf den 4. Oktober 1226 und wurde bereits 1228 von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Seit 1230 liegen seine Gebeine in einem Sarkophag in der Unterkirche von San Francesco in Assisi. Franz von Assisi gilt aufgrund seines Wirkens als erster Tierschützer. Daher wird am 4. Oktober, dem Tag des Heiligen Franziskus, weltweit von Tierschützern der Welttierschutztag begangen. Franz von Assisi wurde von der katholischen Kirche zum Patron der Umweltschützer und Ökologen „erhoben“. In dieser Tradition steht die 1995 gegründete Franz von Assisi-Akademie zum Schutz der Erde (http://www.faape.org/ ). Weltweit gibt es rund 15.000 Minderbrüder in 103 Provinzen. 1221 – noch zu Lebzeiten des Heiligen Franziskus – kamen die ersten Brüder über die Alpen nach Deutschland. Mehr: http://www.franziskaner.de/

  • 26.01.2026
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
Bruder Paulus: Hoffnungszeichen
  • Bruder Paulus: Hoffnungszeichen