Der richtige Einsatz: Üben für die „Minis“

  • 30.07.2026

INFO: Zehntausende Ministrantinnen und Ministranten aus Europa und aus der ganzen Welt werden vom 31. Juli bis zum 4. August 2028 erneut nach Rom pilgern. Der internationale Ministrantenbund Coetus Internationalis Ministrantium (CIM) hat die Einladung des Heiligen Stuhls zur nächsten internationalen Ministrantenwallfahrt angenommen. Der Präsident des CIM, Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart), zeigte sich erfreut, dass damit der Termin für die nächste große Begegnung der Ministrantinnen und Ministranten in Rom bekannt ist: „Schon jetzt erfüllt mich große Vorfreude auf die nächste Ministrantenwallfahrt nach Rom. Wenn so viele junge Menschen aus Europa und aus vielen anderen Teilen der Welt nach Rom kommen, entsteht eine besondere Atmosphäre. Man begegnet einander über Sprach- und Ländergrenzen hinweg, feiert gemeinsam Gottesdienste und erlebt sehr konkret, dass Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist. Für viele Ministrantinnen und Ministranten gehören diese Tage zu den prägendsten Erfahrungen ihres kirchlichen Engagements.“

Bei der Generalversammlung des CIM in Rom wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 11. März 2026 von Papst Leo XIV. empfangen, der das Engagement der Ministrantinnen und Ministranten in den Gemeinden der Weltkirche würdigte. „Die Begegnung mit dem Heiligen Vater war für uns alle ein sehr bewegender Moment“, so Bischof Krämer. „Papst Leo hat aufmerksam über das Engagement der Ministrantinnen und Ministranten gesprochen. Man konnte spüren, dass ihm junge Menschen in der Kirche am Herzen liegen. Diese Begegnung hat uns ermutigt und darin bestärkt, die internationale Zusammenarbeit in der Ministrantenpastoral weiter auszubauen.“ Auch der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück), freut sich auf die kommende Romwallfahrt und erklärte: „Ministrantinnen und Ministranten übernehmen in ihren Gemeinden Verantwortung und gestalten das Leben der Kirche aktiv mit. Die Wallfahrt nach Rom will zeigen, wie wertvoll dieses Engagement ist, und junge Menschen darin bestärken, ihren Glauben mit Freude zu leben und Verantwortung zu übernehmen.“

Im Jahr 2024 hatten die deutschen (Erz-)Bistümer ein eigenes Pilgerzentrum eingerichtet, das für viele Gruppen zu einem Ort der Begegnung, der Information und auch der Erholung wurde. Mit diesen Erfahrungen wird das Konzept weiterentwickelt und künftig als ein internationales Zentrum des CIM eingerichtet. (Quelle: Deutsche Bischofskonferenz)

Hintergrund:
Der Coetus Internationalis Ministrantium (CIM) ist der internationale Zusammenschluss der Verantwortlichen für die Ministrantenpastoral in zahlreichen Ländern. Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken und internationale Begegnungen von Ministrantinnen und Ministranten zu fördern. Präsident des CIM ist Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart). Die jüngste internationale Ministrantenwallfahrt fand im Jahr 2024 statt. Damals kamen rund 50.000 Ministrantinnen und Ministranten nach Rom, darunter etwa 35.000 aus Deutschland. Die internationale Ministrantenwallfahrt wird vom CIM gemeinsam mit den nationalen Verantwortlichen der Ministrantenpastoral in den (Erz-)Bistümern vorbereitet. In den kommenden zwei Jahren werden die Programmstruktur und organisatorische Fragen konkretisiert.

Ministranten
Derzeit beginnen in den deutschen Bistümern etwa 30.000 Messdienerinnen und Messdiener jährlich ihren Dienst, bundesweit sind mehr als 58 000 Gruppenleiter einschließlich Oberministranten aktiv. Die seit dem 8. Jahrhundert in der katholischen Kirche eingeführten Ministranten werden nach ihrer Erstkommunion und einer Vorbereitungszeit in einem besonderen Gottesdienst in den Dienst aufgenommen. Sie haben wichtige Aufgaben in der Gestaltung der Liturgie (griech. „leiturgía“ aus „érgon“ = Werk und „léitos“ = zum Volk gehörig), bringen bei der Eucharistiefeier Brot, Wein und Wasser zum Altar, assistieren bei der Spendung von Sakramenten, bei Andachten und Prozessionen.

Zum Teil sind die Ministrantendienste aus den früheren niederen Weihestufen des Priesteramtes abgeleitet: Sie sammeln die Kollekte ein, läuten der Wandlungsglocken während des Hochgebets und auch der Dienst des Lektors kann von einem Ministranten übernommen werden. Als Libriferar halten sie liturgische Bücher bereit, tragen als Thuriferar das Weihrauchfass, als Navikular das Schiffchen, als Akolythen und Ceroferare Kerzen und Leuchter, als Kruziferar das Vortragekreuz, als Mitrafer und Baculifer die Mitra und den Stab des Bischofs. In mehr als zwei Dritteln der Pfarreien gibt es regelmäßige Gruppenstunden mit pädagogisch orientierten Angeboten über eindeutig liturgische Bildung, Katechese, Gebet und „spirituelle Besinnung“ bis zu konkreten Sozialaktionen. Auch werden Ausflüge, Freizeiten oder Zeltlager angeboten.

Der Ministrantendienst war als Hinführung zum Priesterberuf angesehen, deshalb nur Männern und männlichen Jugendlichen vorbehalten. Bereits das Zweite Vatikanische Konzil stellte klar, dass es sich beim Dienst der Ministranten um einen liturgischen Dienst handelt, der im Sinne der tätigen Teilnahme an der Messfeier allen Getauften zukommt. Doch erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wurden weibliche Jugendliche schrittweise zugelassen.

Auf Bistumsebene wird die Ministrantenarbeit von Referenten unterstützt, auf Bundesebene durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj). Das Starterpaket für Ministrantinnen und Ministranten , seit Herbst 2023 wieder verfügbar, will die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Ministrantinnen und Ministranten sichtbar machen und als Zeichen der Wertschätzung beim Dienst ermutigen. Es entstand in Zusammenarbeit des Referats für Ministrantenpastoral in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) und des Zentrums für Berufungspastoral (ZfB).

Der 1960 unter starker deutscher Beteiligung in Altenberg gegründete Inter­nationalen Minis­trantenbund „Coetus Internationalis Ministrantium“ (CIM) entstand aus pastoralen und liturgischen Gründen, aber auch als Friedens­initiative von und für Minis­trantinnen und Minis­tranten: Die 1962 eingerichteten gemeinsamen Rom­wallfahrten für Jugendliche ab 13 Jahren und junge Erwachsene findet alle vier Jahre statt. Zuletzt reisten im Sommer 2024 rund 50.000 Ministrantinnen und Ministranten zur internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom. Präsident des CIM ist Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart). Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) ist die Fachstelle für Jugendfragen der Deutschen Bischofskonferenz. Sie unterstützt die Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz und arbeitet an zentralen Frauen katholischer Jugendpastoral in Deutschland. Informationen zur Ministrantenpastoral sind unter ministranten.de verfügbar. Internetseite des CIM: www.minis-cim.net

Ministrantenpastoral im Erzbistum Köln, Erzbistum Köln, Generalvikariat, Bereich Jugend-, Schul- und Hochschulpastoral, Fachbereich Spiritualität & Jugendpastoral in Gemeinden, Marzellenstr. 32, 50668 Köln, +49 221 1642-1937, +49 0221 1642-1400, info@ministranten-koeln.de, Internet: https://www.ministranten-koeln.de/start/

  • Stefan Klinkhammer
  • Red
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