Die Gegenwehr war eine Reaktion auf immer wiederkehrende gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit trans- und homosexuellem Zielpublikum. Als sich am 28.6.1969 vor allem Dragqueens, transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen wehrten, war dies der Auftakt zu tagelangen Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei. Später wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet, um 1970 an den ersten Jahrestag des Aufstands zu erinnern.
Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden, im Sommer eine Demonstration für die Rechte von queeren Personen abzuhalten. Heute wird der CSD nicht an einem einzigen festgelegten Tag begangen, sondern weltweit in verschiedenen Städten an unterschiedlichen Wochenenden gefeiert.
In Deutschland wird der CSD zwischen April und Oktober gefeiert. Es gibt sogenannte Pride-Paraden mit langer Tradition wie in Köln, aber immer wieder kommen auch neue Veranstaltungen dazu. Bundesweit gibt es etwa 240 verschiedene CSD-Feiern. Eine Übersicht gibt es auf der Seite von csd-deutschland.de
Die evangelische Kirche in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker für die Belange der queeren Community geöffnet und eingesetzt. Mit Pfarrer Jan Mark Budde gibt es seit dem 1. April 2026 einen eigenen Ansprechpartner für queere Menschen im Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. In der westfälischen Landeskirche ist er damit eine von drei Pfarrpersonen mit diesem Aufgabengebiet. Deutlich zahlreicher sind sie auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (siehe https://queer.ekir.de/ )

