Und wie sich das für die evangelische Kirche mit ihrem basisdemokratischen Aufbau von unten nach oben gehört, finden auch die ersten Qualifikationsspiele um den Konfi-Cup zunächst „ganz unten“ statt – nämlich auf Gemeindeebene. Konfirmandengruppen, die mindestens einen Torhüter und sechs Feldspieler aufbieten können (wobei mindestens zwei Spieler „zum jeweils anderen Geschlecht“ gehören müssen), dürfen sich für die Turniere bewerben. Gespielt wird nach den Regeln der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die man hier downloaden kann.
Um den Turnierverlauf verständlicher darstellen zu können, greifen wir an dieser Stelle die Evangelische Kirche im Rheinland als Beispiel heraus. Sie ist eine von insgesamt 20 evangelischen Landeskirchen auf dem Gebiet der EKD und hat aktuell gut zwei Millionen Mitglieder. Sie besteht dabei aus 527 Kirchengemeinden, die sich in 34 Kirchenkreisen zusammengeschlossen haben. Diese Kirchenkreise bilden wiederum die rheinische Landeskirche. In anderen Landeskirchen werden die Kirchenkreise auch „Kirchenbezirk“, „Dekanat“ oder „Klasse“ genannt.
In der ersten Runde des Konfi-Cups spielen zunächst alle gemeldeten Konfi-Gruppen aus einem Kirchenkreis gegeneinander und ermitteln so ein Siegerteam. In der zweiten Runde spielen dann alle Siegermannschaften aus den Kirchenkreisen gegeneinander, um hier einen Finalisten auf Landeskirchenebene zu küren. In der Evangelischen Kirche im Rheinland ist dieses landeskirchliche Turnier am 21. März 2026 von 11 bis 16 Uhr in der Sporthalle des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Hilden geplant. Die Endrunde bestreiten schließlich alle Finalisten aus den Landeskirchen beim Konfi-Cup der EKD , der in diesem Jahr am 14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt) in Köln ausgespielt wird.
Ole Hamdorf ist 16 Jahre alt, besitzt eine Trainerlizenz für den Kinder- und Jugendfußball und coacht beim Konfi-Cup schon zum zweiten Mal das Team der Ev. Christuskirchengemeinde aus Mönchengladbach. Auf die Frage, was denn die Kicker von der Kirche lernen könnten, sagt er: „Gemeinschaft! Dass man sich im Team aufbaut, dass man sich unterstützt, dass man sich nicht runtermacht, sondern dass man immer für die anderen da ist. Also wirklich auch dieses Thema Nächstenliebe.“ Und umgekehrt findet es der Jungtrainer gut, wenn die Kirche die Interessen ihrer Mitglieder aktiv aufgreift und entsprechende Aktionen organisiert – so wie in diesem Fall eben ein großes Fußballturnier.

