INFO: Vom 13. bis 17. Mai 2026 tagt unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg. Rund 60 Gottesdienste, 300 Kulturveranstaltungen mit Musik, Literatur, Theater und Performance und mehr als 40 weitere Events erwarten die Besucher. Täglich gibt es einen Abendsegen unter freiem Himmel im Kerzenschein. Zu den Gästen aus der Politik zählen neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), Alexander Hoffmann (CSU), Ricarda Lang (Grüne) und Martin Schirdewan (Die Linke). Zudem werden Kardinäle an einer Podiumsdiskussion zur Synodalität in der Kirche teilnehmen. Bis zum 17. Mai werden bis zu 30.000 Teilnehmerinnern und Teilnehmer zu insgesamt 900 Veranstaltungen erwartet.
Besondere Schwerpunktthemen werden Sozialraumorientierung und Schöpfungsverantwortung sein: Zentrales Anliegen des gastgebenden Bistums Würzburg ist, die seit Jahren prägende „caritative Pastoral und eine pastorale Caritas“ durch Best-Practice-Beispiele, Workshops und Führungen erfahrbar zu machen. Auf der „Kirchenmeile“ auf der anderen Mainseite werden rund 300 kirchliche und nichtkirchliche Organisationen ihre Arbeit präsentieren. Die beiden zentralen Gottesdienste zu Christi Himmelfahrt und zum Abschluss werden auf dem Residenzplatz gefeiert und im Fernsehen übertragen.
Die meisten Veranstaltungen sind in der Innenstadt geplant. Alle Veranstaltungen sind weitestgehend barrierefrei zugänglich. Der Sanitätsdienst wird wie bei jedem Katholikentag von den Maltesern übernommen, die mit 250 ehrenamtlichen Sanitätern und Notärzten die Erstversorgung sicherstellen. Mit mobilen Einheiten und drei Sanitätsstationen auf dem Residenzplatz, Unteren Markt und am Platz an der Friedensbrücke werden sie im Einsatz sein. Darüber hinaus übernehmen die Malteser mit rund 100 weiteren Personen den Fahr- und Begleitdienst für Menschen mit Behinderungen und kümmern.
Internet: https://www.katholikentag.de/startseite
Deutsche Katholikentage
Die Ursprünge der Katholikentage als in festem Turnus stattfindende mehrtägige Versammlungen römisch-katholischer Gläubiger in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen im Verbandskatholizismus und den Laienbewegungen des 19. Jahrhunderts: In Deutschland gibt es den Katholikentag seit 1848, in Österreich seit 1877 und in der Schweiz seit 1903. Der erste deutsche Katholikentag fand als „Generalversammlung des katholischen Vereins Deutschlands“ statt, auch in den Folgejahren als reine Delegierten-Versammlung aus Vereinen und Geistlichen. Sie waren schon in der Frühzeit Foren für gesellschaftliche, soziale und kirchliche Themen, die oft streitig diskutiert wurden.
In den Jahren 1914 bis 1920 und 1933 bis 1947 konnten durch Kriege und Verbote keine Treffen stattfinden. Erst 1950 wurde die Tradition wieder aufgenommen. Seitdem findet der Katholikentag alle zwei Jahre statt. Getragen wird er seit 1970 vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in Bonn. Dabei präsentieren zahlreiche kirchliche Gruppen ihre Tätigkeitsfelder und Themen neben vielen religiösen, kulturellen, wissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und nicht zuletzt spirituellen Veranstaltungen. Die fünf Tage dauernde Veranstaltung von Mittwoch bis Sonntag geht in der Regel über Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt.
Ausblick: 105. Deutschen Katholikentag 2028 in Paderborn
Mit dem nächsten Katholikentag kehrt das Treffen auch wieder nach NRW zurück. Das Vorbereitungskomitee der Katholikentagsleitung für den 105. Deutschen Katholikentag hat sich bereits zu seiner konstituierenden Sitzung in Paderborn getroffen, wo das Großereignis vom 24. bis 28. Mai 2028 stattfinden wird. Paderborns Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ist überzeugt, dass der Katholikentag in Paderborn „die Chance bietet, sichtbar zu machen, was der katholische Glaube für unser Zusammenleben bedeuten kann: Hoffnung geben, Verantwortung stärken und Menschen miteinander verbinden. Aus dieser Haltung heraus wollen wir als Kirche die Fragen unserer Zeit mit aufgreifen – in unserer Region, in Deutschland und mit einem offenen Blick auf die Welt“.
Die Katholikentagsleitung besteht aus insgesamt 13 Mitgliedern. Neben der Vorsitzenden Irme Stetter-Karp sind für das ZdK dessen Vizepräsidentin Prof. Claudia Nothelle, ZdK-Generalsekretär Marc Frings, der Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumene, Dr. Dominique-Marcel Kosack, der Schulleiter Martin Buhl, die geistliche Leiterin des BDKJ, Lisa Quarch und aus dem Vorstand des Diözesankomitees Paderborn Jan Hilkenbach dabei. Das Erzbistum Paderborn wird in der Katholikentagsleitung vertreten durch Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Generalvikar Dr. Michael Bredeck, die Generalsekretärin der Kongregation der Borromäerinnen, Schwester Dr. Gabriela Zinkl, Heike Meyer, der Leiterin der Abteilung Kommunikation im Erzbistum und Nadine Mersch aus dem Vorstand des Diözesankomitees. Ebenfalls Mitglied der Katholikentagsleitung ist der Vorsitzende des Trägervereins, Michael Dreier. Als ständige Gäste aus dem Bistum Paderborn sind Thomas Klöter, Bistumsbeauftragter für den Katholikentag, und Domkapitular Benedikt Fischer dabei.

