Firmaktion: "#BaustelleLeben"


INFO: Das Sakrament der Firmung ist ein bedeutender Schritt eines jungen Katholiken auf dem Weg zum erwachsenen Christen. Als mündige Christen übernehmen sie schon in ihrer Feier der Firmung Verantwortung für sich, die Kirche und die Gesellschaft, indem sie die Nöte und Sorgen ihrer Altersgenossen in der Diaspora nicht vergessen. Mit ihrer Spende unterstützen die Firmbewerberinnrn und Firmbewerber die Kinderhilfe des Bonifatiuswerkes und damit ambulante Kinderhospizdienste, Kinder- und Jugenddörfer, Wohngruppen für Jugendliche mit Behinderung sowie Jugendsozialeinrichtungen. Sie fördern Gemeinschaft und Glaubenserlebnis in Religiösen Kinderwochen (RKW ) oder in katholischen Kitas.

„Die Firmung ist ein besonderes Ereignis. Junge Menschen entscheiden sich bewusst für den Empfang des Sakraments. Sie suchen und finden Halt und Orientierung im Glauben“, sagt Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes: „Mit unserer aktuellen Firmaktion möchten wir die jungen Menschen auf ihrem Weg zur Firmung dazu ermutigen, sich ganz bewusst als Bauleute ihres Lebens und Glaubens zu erfahren und auch am Haus der Kirche mitzubauen. Sie werden darin bestärkt, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen, ihren Glauben zu reflektieren und auskunftsfähig darüber zu werden. Das Leitwort ”#BaustelleLeben“ greift sehr treffend die Lebenssituation junger Menschen auf. Ihr Alltag ist oft geprägt von Veränderung, Unsicherheit und offenen Fragen. Auch auf einer ‚Baustelle Leben‘ gibt es Phasen von Chaos, Stillstand und Unsicherheit. Genau darin liegt aber eine Chance. Die Firmung zeigt, dass sie auf Gottes Beistand und die Gemeinschaft der Kirche bauen können, um in ihrer `Baustelle Leben‘ Schritt für Schritt zu wachsen, wichtige Entscheidungen zu treffen und ihr Leben aktiv zu gestalten.“

Video: „Hier wurde mir geholfen, weil ich ziemlich am Boden war“

Caritas Kinder- und Jugendhaus St. Vinzenz: Im Jahr 2026 wird die Gabe der Neugefirmten exemplarisch dem Caritas Kinder- und Jugendhaus St. Vinzenz in Erfurt zugutekommen. Diese Jugendhilfeeinrichtung begleitet Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zum Übergang in ein selbstständiges Leben. Mehr: https://www.bonifatiuswerk.de/st-vinzenz/

Firmung: Als eines der sieben Sakramente in der Katholischen Kirche (Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Buße und Vergebung, Krankensakramente, Weihe) vollendet und bekräftigt das Sakrament der Firmung das Sakrament der Taufe. Die Firmung hat sich im Laufe der ersten Jahrhunderte der christlichen Kirche als eigenständige Feier entwickelt. Ihr Charakter als Sakrament ist seit der Reformationszeit umstritten; die Orthodoxe Kirche, die Katholische Kirche und eingeschränkt die Anglikanische Kirche feiern sie als eigenes Sakrament. Die Kirchen der Reformation haben dies nicht übernommen, aber mit der Konfirmation eine eigene Feier geschaffen. Voraussetzung für die Firmung ist die Taufe, der erklärte Wille des Firmlings und der vorherige Empfang des Bußsakraments.

Das Firmalter liegt heute gewöhnlich zwischen 13 und 15 Jahren, doch auch jeder noch nicht gefirmte Erwachsene kann und soll auf Verlangen gefirmt werden, besonders im Zusammenhang mit der Taufe bzw. der Aufnahme in die Katholische Kirche. Es vermittelt in besonderer Weise den Heiligen Geist, der den erwachsenen Christen zu einem bewussten Leben als Christ ermutigt, stärkt (lat. firmus, „stark“) und beauftragt. Dabei breitet der Bischof die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf die Firmlinge herab. Äußeres Zeichen der Firmung ist die Handauflegung: Der Bischof salbt die Stirn des Firmlings in Form eines Kreuzes mit Öl (Chrisam) und spricht die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Denn der Firmling gehört zu dem Volk, von dem es im ersten Petrusbrief heißt: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“ (1 Petr 2,9)

Während der Firmung legt der Pate als Zeichen seiner Unterstützung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. In manchen Regionen ist es üblich, dass sich der Firmling einen Heiligennamen aussucht, den er durch die Firmung als weiteren Namen annimmt. Oft finden im Rahmen der Firmung große Familienfeiern statt. Ansprechpartner für die Firmung ist zunächst die örtliche Pfarrgemeinde.

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken: Das Laienhilfswerk, am 4. Oktober 1849 in Regensburg als „Missionsverein für Deutschland“ während des 3. Katholikentages gegründet, ist von der Deutschen Bischofskonferenz mit der Förderung der Diaspora-Seelsorge beauftragt. Benannt ist es nach dem angelsächsischen Missionar Bonifatius (672/73-754), der als „Apostel der Deutschen“ maßgeblich die kirchlichen Strukturen im späteren Deutschland aufbaute. Das Hilfswerk mit Sitz in Paderborn unterstützt Katholiken, die weit verstreut als Minderheit unter Anders- und Nichtglaubenden leben. Gefördert werden jährlich rund 1.200 Projekte in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island sowie auf dem Baltikum in Estland und Lettland, zudem in einigen deutschen Regionen. Projekte gelten dem Bau und der Renovierung von Kirchen, der Aus- und Weiterbildung von Priestern sowie der Seelsorge an Kindern und Jugendlichen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Motorisierung der oft großräumigen Diaspora-Gemeinden durch sogenannte Boni-Busse.

Jedes Jahr führt das Bonifatiuswerk den traditionellen Diaspora-Sonntag durch, an dem in allen Gemeinden Deutschlands in einer Solidaritätsaktion für die Katholiken in der Vereinzelung gesammelt wird. Die Aktion endet mit dem Diaspora-Sonntag, bei dem bundesweit in den katholischen Gottesdiensten für die Arbeit des Bonifatiuswerks gesammelt wird. An seiner Spitze steht als Präsident Diplom-Verwaltungswirt Manfred Müller. Anschrift / Kontakt: Kamp 22, 33098 Paderborn, Postfach 11 69, 33041 Paderborn, Tel. 05251 29 96 – 0, Fax 05251 29 96 / 88, E-Mail: info@bonifatiuswerk.de, Internet: https://www.bonifatiuswerk.de

Unser Gesprächspartner: Georg Austen, Jg. 1958 aus Büren, 1986 zum Priester geweiht. Im Erzbistum Paderborn zuständig für die Pfadfinder, die Katholische Landjugend-Bewegung, den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Studentenpfarrer und Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Paderborn, 2002-2006 Sekretär des XX. Weltjugendtags 2005 und Leiter des Weltjugendtags, seit 2006 Generalsekretär des Bonifatiuswerkes. Kontakt: Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V., Kamp 22, 33098 Paderborn, Tel. 05251 / 29 96 11, E-Mail: Austen@bonifatiuswerk.de, Internet: http://www.georg-austen.de .

 

  • 25.05.2026
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
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