Frankenapostel als Playmobil-Figuren


INFO: Würzburg (POW) Die Frankenapostel gibt es jetzt auch als Playmobil-Figuren: Die Diözese Würzburg hat am Freitag, 27. März, rechtzeitig zum 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg, die drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan als Spielzeugset vorgestellt. Der Verkauf der limitierten Sonderedition ist bereits gestartet. Sie erinnert an den weiten Weg der drei Mönche von Irland über das Meer nach Franken. Das Set enthält neben den Figuren der Frankenapostel ein Boot und die Hauptattribute der Mönche als Zubehör: Bischofsstab, Schwert, Bibel und Kelch. Die Verpackung zeigt die Ankunft der irischen Mönche in Würzburg.

Bischof Dr. Franz Jung deutete dieses Motiv mit den Worten: „Glaube kommt an.“ Als Märtyrer seien Kilian und Gefährten 689 gestorben, nachdem sie zuvor ihre Heimat Irland verließen und mutig das Evangelium verkündeten. „Die drei Frankenapostel erinnern uns daran, dass der Glaube an Jesus von Zeugen weitergegeben werden muss. Man wird nicht als Christ geboren, sondern muss sich für Christus entscheiden.“ Auch heute seien Distanzen zu überwinden, wenn auch nicht im geographischen Sinn. „Viele Menschen in Deutschland kennen die christliche Botschaft nicht mehr – und auch nicht ihren Trost und ihre Hoffnung.“ Die Mission von Kilian, Kolonat und Totnan wolle auch heute weitergeführt werden. Daran erinnerten die Playmobil-Figuren spielerisch. „Wir sitzen mit ihnen im selben Boot. Christus aber bleibt der Steuermann.“

„Sie hätten mal die Freude sehen sollen, mit der Bischof Jung und ich diese Woche den Playmobil-Lkw bestaunt haben, als die Lieferung in Würzburg ankam“, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Auftraggeber des Projekts. Die detailgetreue Gestaltung der Figuren sowie das auf Würzburg abgestimmte Design der Verpackung machten das Playmobil-Set zu einem tollen Andenken an die drei Diözesanheiligen des Bistums Würzburg. Eine zusätzlich dem Set beigelegte kleine Broschüre erzählt von der Geschichte und Verehrung der Heiligen.

Der Generalvikar dankte allen Beteiligten, die zur „Punktlandung“ des Figurensets vor Ostern und dem Katholikentag vom 13. bis zum 17. Mai beigetragen haben, insbesondere dem Team des Medienhauses der Diözese und Beatrice Petrik, die sich bei der optischen Gestaltung der Figuren einbrachte. „Sie entwarf Zeichnungen nach Vorlagen der Büsten der Frankenapostel im Neumünster und einer Darstellung in Sankt Burkard und schlug Kleidung und Farben vor.“ Sehr dankbar sei er auch Matthias Fleckenstein, Vorsitzender der Deutsch-Irischen Gesellschaft Würzburg. „Er wird die Botschaft des heutigen Tages auch nach Irland senden.“

Zum Preis von 15 Euro ist das Set erhältlich in der Dominfo Würzburg, Domstraße 40 (direkt auf dem Domplatz). Online kann das Set zum Preis von 18 Euro (inklusive Versand) erworben werden beim Sankt Michaelsbund . Weitere Verkaufsstellen unter playmobil.bistum-wuerzburg.de .

Erste Einblicke: So lassen sich die Ursprünge des Bistums spielerisch kennenlernen

Stichwort: Frankenapostel
Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan waren irische Mönche. Sie wurden um das Jahr 640 in Mullagh geboren. Mit dem Schiff machten sie sich auf den weiten Weg über das Meer nach Franken, um den Menschen von Jesus zu erzählen. Viele Menschen in der Gegend um Würzburg wurden von ihrer Botschaft berührt und ließen sich taufen. Doch es gab auch Menschen, die den Glauben nicht teilten. Deshalb wurden Kilian, Kolonat und Totnan 689 in Würzburg getötet. Weil sie für ihren Glauben an Christus starben, wurden sie bald als Heilige verehrt und erhielten den Namen Frankenapostel.

Ihre letzte Ruhestätte befindet sich in Würzburg. Bis heute besuchen viele Gläubige den Kiliansdom oder das Neumünster, um sich mit ihren Sorgen und Bitten an die Heiligen zu wenden und dort zu beten. Jedes Jahr um den 8. Juli wird ein großes Fest für die Frankenapostel gefeiert – das Kiliani-Volksfest und die Kiliani-Wallfahrtswoche, die an das Erbe der irischen Missionare erinnern.

Katholikentag in Würzburg 2026
900 Veranstaltungen sind unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ in der Würzburger Innenstadt geplant, vom großen Open-Air-Konzert mit Bodo Wartke auf dem Residenzplatz bis zum Speeddating mit Ordensleuten bietet der Würzburger Katholikentag ein breites Spektrum. Seele des Katholikentag ist das geistliche Programm mit 60 Gottesdiensten und 150 weiteren Veranstaltungen zu Glaube, Bibel und Spiritualität. Auf dem Residenzplatz groß gefeiert und im Fernsehen übertragen werden der Christi-Himmelfahrtsgottesdienst (ARD) und der Schlussgottesdienst (ZDF) mit dem neuen DBK-Vorsitzenden Bischof Heiner Wilmer, doch auch kleine, innovative Formate geben vielfältige spirituelle Impulse.

Politisch und gesellschaftlich relevant wird es auf 40 Podien und in verschiedenen Diskussionsformaten zugehen: Mit dabei sind neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), Alexander Hoffmann (CSU), Ricarda Lang (Grüne) und Martin Schirdewan (Die Linke), Wissenschaftler, Medienschaffende und Kirchenvertreter. So werden zwei Kardinäle an einer Podiumsdiskussion zur Synodalität in der Kirche teilnehmen. Der Katholikentag fragt unter anderem, wie politisch Kirche sein darf, warum niemand mehr über das Klima spricht und wie wir als Christen der Krise des Multilateralismus und der wertebasierten Weltordnung begegnen. Kulturell wird Würzburg mit dem Kulturprogramm zur großen Bühne für Kunst, Musik, Film, Literatur und Kabarett. Die größte Bühne steht vor der Residenz, dort finden mehrere Open-Air-Konzerte statt. Die meisten Veranstaltungen sind in der Innenstadt geplant. Auf der «Kirchenmeile» auf der anderen Mainseite werden rund 300 kirchliche und nichtkirchliche Organisationen ihre Arbeit präsentieren. Alle Veranstaltungen sind weitestgehend barrierefrei zugänglich. Dazu gehören auch Veranstaltungen mit Gebärdendolmetschern, ein Fahrdienst für Menschen mit Gehbehinderungen und Veranstaltungen in leichter Sprache.

Das komplette Programm ist über die Website katholikentag.de/programm einzusehen. Ab sofort kann man sich dort die Katholikentags-App herunterladen und ein individuelles Programm zusammenstellen. Auch das gedruckte Programm wird bald vorliegen und an alle Teilnehmenden versendet, die es bestellt haben.

Bei allen Tickets ist ein ÖPNV-Fahrschein des Nahverkehrs Mainfranken (NVM) eingeschlossen. Dieses Kombiticket gilt in Würzburg und in Schweinfurt sowie in den Landkreisen Würzburg, Main-Spessart, Kitzingen, Schweinfurt, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge und in Teilen des Landkreises Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim.

Deutsche Katholikentage: Die Ursprünge der Katholikentage als in festem Turnus stattfindende mehrtägige Versammlungen römisch-katholischer Gläubiger in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen im Verbandskatholizismus und den Laienbewegungen des 19. Jahrhunderts: In Deutschland gibt es den Katholikentag seit 1848, in Österreich seit 1877 und in der Schweiz seit 1903. Der erste deutsche Katholikentag fand als „Generalversammlung des katholischen Vereins Deutschlands“ statt, auch in den Folgejahren als reine Delegierten-Versammlung aus Vereinen und Geistlichen. Sie waren schon in der Frühzeit Foren für gesellschaftliche, soziale und kirchliche Themen, die oft streitig diskutiert wurden.

In den Jahren 1914 bis 1920 und 1933 bis 1947 konnten durch Kriege und Verbote keine Treffen stattfinden. Erst 1950 wurde die Tradition wieder aufgenommen. Seitdem findet der Katholikentag alle zwei Jahre statt. Getragen wird er seit 1970 vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in Bonn. Dabei präsentieren zahlreiche kirchliche Gruppen ihre Tätigkeitsfelder und Themen neben vielen religiösen, kulturellen, wissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und nicht zuletzt spirituellen Veranstaltungen. Die fünf Tage dauernde Veranstaltung von Mittwoch bis Sonntag geht in der Regel über Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt. Würzburg ist nach 1864, 1877, 1893 und 1907 im Jahr 2026 zum fünften Mal Veranstaltungsort für einen Katholikentag. Internet: www.katholikentag.de

  • 21.04.2026
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
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