Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischöfe


INFO: Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Dienstag, 24. Februar, ihren neuen Vorsitzenden bestimmt. Es ist Bischof Heiner Wilmer SCJ, eigentlich Heinrich Theodor Wilmer, der 71. Bischof von Hildesheim und Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. Der Limburger Bischof Georg Bätzing (64) hatte im Januar angekündigt, sich nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stellen.

Heiner Wilmer, geboren am 9. April 1961 in Schapen (Emsland), wuchs auf einem Bauernhof auf und besuchte von 1971 bis 1980 das Leoninum in Handrup, ein Gymnasium in Trägerschaft seiner späteren Ordensgemeinschaft. Nach dem Abitur 1980 trat er ins Noviziat des Ordens im Herz-Jesu-Kloster Freiburg ein. Von 1981 bis 1986 studierte er Theologie in Freiburg sowie Romanistik in Paris. Am 31. Mai 1987 spendete ihm der Freiburger Erzbischof Oskar Saier die Priesterweihe und Wilmer ging die Päpstliche Universität Gregoriana in Rom, um dort französische Philosophie zu studieren. 1991 wurde er in Freiburg zum Dr. theol. promoviert, seine Dissertation wurde mit dem Bernhard-Welte-Preis ausgezeichnet.

Parallel studierte Wilmer Geschichte auf Lehramt in Freiburg, wechselte einige Monate als Seelsorger in eine Behinderteneinrichtung im kanadischen Toronto, arbeitete nach seinem zweiten Staatsexamen 1993-1995 als Referendar am Windthorst-Gymnasium in Meppen und 1995-1997 als Lehrer für Religion, Geschichte und Politik und sowie Schulseelsorger an der Liebfrauenschule in Vechta. 1997 ging er für ein Jahr in die Vereinigten Staaten, um an der Fordham Preparatory School (Jesuit High School) in New York (Bronx) als Lehrer für Deutsch und Geschichte zu unterrichten, kehrte 1998 nach Deutschland zurück und wurde Schulleiter des ordenseigenen Gymnasiums Leoninum in Handrup (Emsland).

2007 wurde Heiner Wilmer zum Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn gewählt, 2015 wählte ihn das Generalkapitel seiner Ordensgemeinschaft in Rom im ersten Wahlgang zum Generaloberen. Am 6.4.2018 ernannte ihn Papst Franziskus als Nachfolger von Norbert Trelle zum 71. Bischof von Hildesheim. Die Bischofsweihe durch Erzbischof Stefan Heße von Hamburg fand am 1. September 2018 im Dom Mariä Himmelfahrt statt. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Wilmer bereits der Vollversammlung und dem Ständigen Rat an. Seit 2022 ist er Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und damit Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz bei der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) in Brüssel. Von 2019 bis 2024 war er Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Mehr: https://www.bistum-hildesheim.de .

Herz-Jesu-Priester

Die „Congregatio Sacerdotum a Sacro Corde Jesu“, Ordenskürzel SCI oder auch SCJ, ist eine international tätige Ordensgemeinschaft und wurde 1878 von Pater Léon Gustave Dehon gegründet. Sie wird häufig auch nach ihrem Gründer als „Dehonianer“ bezeichnet. Der Orden widmet sich der Verehrung des Herzens Jesu, verstanden als Symbol für Gottes Liebe zu den Menschen. Die Mitglieder – sie tragen kein Ordensgewand (Habit) und sind nicht zum gemeinsamen Chorgebet verpflichtet – engagieren sich unter anderem in der Bildung und Erziehung sowie in der Seelsorge in Pfarrgemeinden und für Menschen, die sich von kirchlichen Strukturen nicht angesprochen fühlen. Weltweit gehören rund 2.200 Mitbrüder zu dieser Gemeinschaft; sie sind in mehr als 40 Ländern vertreten. Etwa 50 Herz-Jesu-Priester leben und arbeiten in den deutschen Niederlassungen: Freiburg im Breisgau (Ausbildungs- und Studienhaus, Krankenseelsorge, unter anderem im Herz-Jesu-Kloster), Handrup/Emsland (Gymnasium Leoninum, Pfarrseelsorge), Maria Martental (Wallfahrtskirche und Pfarrseelsorge), Oberhausen und Berlin (Pfarrseelsorge und Citypastoral) sowie in Neustadt an der Weinstraße (Provinzialat, Herz-Jesu-Kloster, Bildungs- und Exerzitienhaus, Pfarrseelsorge). Internet: https://www.scj.de/ .

Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischöfe

Vom 22. bis 25. September kommt die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) zu ihrer Herbstvollversammlung zusammen. Gastgeber ist diesmal das Bistum Würzburg mit Bischof Dr. Franz Jung. Unter der Leitung des DBK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing, nehmen 57 Mitglieder teil.
Im Mittelpunkt der Beratungen am Tagungsort im Burkardushaus standen die turnusmäßige Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sowie ein Studientag zu aktuellen Fragen des christlich-muslimischen Dialogs. Hier befasste sich die Vollversammlung mit relevanten Entwicklungen des muslimischen Lebens in Deutschland und den Folgen für den interreligiösen Dialog. Dabei wurde auch die neue Arbeitshilfe Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland vorgestellt, die in der Nachfolge des Dokuments Christen und Muslime von 2003 steht. Die Vollversammlung befasste sich zudem mit der zurückliegenden sechsten Synodalversammlung. Dazu lag die Satzung der Synodalkonferenz zur Annahme vor. Die Bischöfe berieten sich weiterhin zu aktuellen Fragen im Themenfeld sexueller Missbrauch, zu einem Entwurf einer Arbeitshilfe zur Ehrenamts- und Engagemententwicklung und zur aktuellen Lage der christlichen Minderheiten im Nahen Osten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Beobachtung des Selbstverständnisses Europas in einer sich verändernden Weltordnung.

Online teilnehmen: Alle Pressekonferenzen wurden im Livestream von katholisch.de angeboten und sind auch unter www.dbk.de und auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Bischofskonferenz verfügbar. Am Donnerstag, 26. Februar 2026, wird um 14 Uhr die Abschlusspressekonferenz mit dem neu gewählten Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und der Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz beginnen. Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de sowie auf der Themenseite Vollversammlung .

Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland und geht auf eine erste Konferenz 1848/1867 zurück. Die Mitglieder leiten als Ortsbischöfe eine der 27 Bistümer oder unterstützen als Weihbischöfe. Die Konferenz mit Sitz in Bonn dient der Förderung gemeinsamer Aufgaben, der Beratung und der Koordinierung der Arbeit. Sie gibt Richtlinien vor und pflegt Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Organ ist die jeweils im Frühjahr und Herbst tagende Vollversammlung. Die Frühjahrstreffen finden an wechselnden Orten statt. Die Herbstvollversammlung tagt stets in Fulda und damit am Grab des „Apostels der Deutschen“, des heiligen Bonifatius. Derzeit hat die Bischofskonferenz 59 Mitglieder.

Vorsitzender ist der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer, stellvertretender Vorsitzender Bischof Dr. Michael Gerber von Fulda, Generalsekretärin ist Dr. Beate Gilles. Zur ständigen Arbeit sind Kommissionen eingerichtet: Zur Bearbeitung von Fragen bestimmter Sachbereiche hat die Vollversammlung nachfolgende Kommissionen errichtet: I. Glaubenskommission , II. Ökumenekommission , III. Pastoralkommission , IV. Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste , V. Liturgiekommission , VI. Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen , VII. Kommission für Erziehung und Schule , VIII. Kommission für Wissenschaft und Kultur , IX. Publizistische Kommission , X. Kommission Weltkirche , XI. Kommission für Ehe und Familie , XII. Jugendkommission , XIII. Kommission für caritative Fragen , XIV. Migrationskommission . Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz ist der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) , in dem die 27 rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Diözesen zusammengeschlossen sind.

Kontakt: Deutsche Bischofskonferenz, Kaiserstr. 161, 53113 Bonn, Postfach 29 62, 53019 Bonn, Tel. 0228 / 103-0, Fax 0228 / 103-299, E-Mail: sekretariat@dbk.de, Internet: https://www.dbk.de/

  • 26.02.2026
  • Christof Beckmann
  • Red