KI und die Erziehungsberatung


INFO: Der seit 1904 tätige Caritasverband Düsseldorf ist heute in insgesamt ca. 150 sozialen Diensten, Beratungsstellen und Einrichtungen im Stadtgebiet vertreten. Die Caritas-Erziehungs- und Familienberatungsstellen in Düsseldorf beraten persönlich und inklusiv Familien und Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren sowie Fachkräfte in Kitas und Schulen in allgemeinen Entwicklungs- und Erziehungsfragen (z. B. Umgang mit Medien), in Belastungs- und Konfliktsituationen, rund um das Thema vor, bei und nach Trennung bzw. Scheidung, bei Schwierigkeiten zuhause, in Kindergarten, Schule oder Ausbildung. Mehr: Krise – Die Jugendberatung, Einsamkeit – Die Jugendberatung

Online-Beratung der Caritas: Die Beratung kostet nichts, ist anonym und sicher. Hier geht es zur bundesweiten Caritas-Online Beratung. Kontakt: Caritasverband Düsseldorf e.V., Hubertusstraße 5, 40219 Düsseldorf, Tel. 0211 1602-0, Fax 0211 1602-1140, E-Mail: info@caritas-duesseldorf.de

Unsere Gesprächspartnerin: Daniela Weyers, Familienberatung Wersten, Caritasverband Düsseldorf e.V., Tel. 0211 9764050, E-Mail: chanceforkids-wersten@caritas-duesseldorf.de.

Vatikan-Verlautbarung zu KI als Broschüre auf Deutsch

Die am 28. Januar 2025 vom Vatikan veröffentlichte Note „Antiqua et nova“ (Altes und Neues) über das Verhältnis von künstlicher und menschlicher Intelligenz ist in deutscher Sprache als Broschüre in der Reihe „Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls“ erhältlich. Herausgeber ist das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Das gemeinsam vom vatikanischen Glaubens- und dem Bildungsdikasterium erarbeitete Dokument beleuchtet aus christlicher Perspektive grundlegende ethische und anthropologische Fragen im Zusammenhang mit dem rasanten Fortschritt künstlicher Intelligenz. Dabei wird Intelligenz als göttliche Gabe verstanden, deren Einsatz mit Verantwortung einhergehen müsse.

Die Note weist auf die tiefgreifenden Herausforderungen hin, die KI etwa in Fragen von Verantwortung, Sicherheit und Wahrheit mit sich bringt. Im Licht des von Papst Franziskus beschriebenen „Epochenwandels“ ruft sie dazu auf, die Entwicklungen kritisch und zugleich konstruktiv zu begleiten. Besonders richtet sich das Schreiben an Verantwortliche in Bildung, Pastoral und Glaubensvermittlung, aber auch an eine breitere Öffentlichkeit mit Interesse an gemeinwohlorientierter Technologiegestaltung. Ziel des Dokuments ist eine ethische Unterscheidung, die sicherstellt, dass KI stets im Dienst der Menschenwürde und einer ganzheitlichen Entwicklung steht.

Die Broschüre (Verlautbarungen Nr. 243) ist über www.dbk.de bestellbar oder als PDF zum Download verfügbar: https://www.dbk-shop.de/de/publikationen/verlautbarungen-apostolischen-stuhls/antiqua-et-nova-note-verhaeltnis-kuenstlicher-intelligenz-menschlicher-intelligenz.html .

Papst zum Potenzial von KI: Bereits in einer seiner ersten Stellungnahmen äußerte sich Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz (KI) und bescheinigte ihr ein „außergewöhnliches Potenzial“ zum Wohl der Menschheit. Zugleich werfe ihre rasante Entwicklung auch tiefgreifende Fragen zum richtigen Einsatz dieser Technologie für die Schaffung einer wirklich gerechteren und menschlicheren Weltgesellschaft auf, so der Papst am 20. Juni 2025 an Teilnehmer einer Konferenz zu Ethik und KI in Rom. Die Technologie müsse vor allem als ein Werkzeug behandelt werden, so Leo XIV. weiter. „In einigen Fällen wurde KI auf positive und sogar noble Weise eingesetzt, um mehr Gleichheit zu fördern. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass sie zum egoistischen Vorteil auf Kosten anderer missbraucht wird oder, schlimmer noch, Konflikte und Aggressionen schürt“, warnte das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken. Es gelte, das Wohlergehen des Menschen nicht nur materiell, sondern auch intellektuell und spirituell zu berücksichtigen, sagte Leo XIV. Die unantastbare Würde jedes Menschen müsse geschützt und der kulturelle wie spirituelle Reichtum und die Vielfalt der Völker der Welt müssten respektiert werden. Und: „Die Anerkennung und Achtung dessen, was den Menschen einzigartig macht, ist für die Diskussion über einen angemessenen ethischen Rahmen für die Regulierung der KI von grundlegender Bedeutung.“ Der Papst mahnte auch, die möglichen Folgen von KI auf die intellektuelle und neurologische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht aus dem Blick zu verlieren. „Unsere Jugend muss auf ihrem Weg zu Reife und echter Verantwortung unterstützt statt behindert werden“, so Leo XIV. Das Wohlergehen der Gesellschaft hänge von ihrer Möglichkeit ab, „ihre gottgegebenen Gaben und Fähigkeiten zu entfalten und mit einem freien und großzügigen Geist auf die Anforderungen der Zeit und die Bedürfnisse anderer zu reagieren“.

Keine Generation habe jemals so schnellen Zugang zu so vielen Informationen wie die heutige durch KI. Doch dürfe dieser Zugang nicht mit Intelligenz verwechselt werden, „die notwendig eine Offenheit des Menschen für die letzten Fragen des Lebens beinhaltet und eine Orientierung am Wahren und Guten widerspiegelt“. (KNA)

 

  • 03.05.2026
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
KI und die Erziehungsberatung
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