Feiertage wie Allerheiligen, Allerseelen, der Volkstrauertag oder auch der Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag schlagen Manchem auf´s Gemüt. Nachvollziehbar, nicht nur wegen des oft nassen und trüben Wetters im November. Bei all diesen Tagen spielt das Thema Tod eine Rolle – ein Thema, das oft und gerne verdrängt wird. Aber sie verlieren ihre Bedrohlichkeit ein Stück weit, wenn man sie nicht einfach nur aushält, sondern sie als Chance aktiv annimmt.
Unsere Autorin Sandra Sternke-Menne beschreibt ihren Umgang mit den „düsteren“ Tagen so: „Für mich ist der November kostbar und wertvoll, denn ich lebe ganz viel in meinen Erinnerungen an Menschen, die mir nahestehen, aber schon verstorben sind. Menschen, die mich geprägt haben, mich ein Stück weit mit zu der gemacht haben, die ich heute bin und die immer noch durch die Erinnerung und die Liebe, die sie hinterlassen, um mich sind. Manchmal weine ich auch. Tränen sind kostbar und wertvoll. Im Weinen kann sich Schweres und Trauriges in mir lösen oder auch ein tiefer Moment des Glücks, des Berührtseins, Ausdruck finden. Für meine Tränen brauche ich mich nicht zu schämen, ganz im Gegenteil. Sie sind ein Zeichen von Lebendigkeit.“

