INFO: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist… Ich glaube an den Heiligen Geist…“, so bekennen Christen im Apostolischen Glaubensbekenntnis den einen Gott in drei Personen – die Besonderheit des christlichen Glaubens.
Katholische wie evangelische Christen begehen heute wie immer am ersten Sonntag nach Pfingsten den Dreifaltigkeitssonntag (Trinitatis – Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit). Sie bezeugen damit den einen Gott, der sich in dreifacher Weise offenbart und der als „Vater“ (Gott der Vater, Gott Vater oder Gottvater), „Sohn“ (Jesus Christus, Sohn Gottes oder Gott Sohn) und „Heiliger Geist“ (Geist Gottes) verehrt wird: Als Vater hat er die Welt erschaffen, als Sohn die Menschen erlöst und als Kraft des Geistes die Gläubigen geheiligt. In der christlichen Theologie wird damit die Wesenseinheit Gottes in drei Personen ausgedrückt – in ihrer Unterscheidung und ihrer unauflösbaren Einheit. Dies findet sich in ihren dreiheitlich strukturierten Formeln bereits als Taufformeln und in Taufbekenntnissen in der Gebetspraxis und Liturgie der frühen Christen. Die von Kirchenvätern, Konzilien und Kirchenlehrern viel diskutierte Trinitätslehre wurde von der Katholischen Kirche in Toledo 675 als Dogma definiert, im 4. Laterankonzil 1215 bestätigt und nie mehr in Frage gestellt. Der Heilige Patrick (389-461) soll der Legende nach die Dreieinigkeit Gottes mit einem Kleeblatt erklärt haben. Die „Shamrocks“, dreiblättrige Kleeblätter, sind bis heute das Nationalsymbol Irlands.
Aktuelles Vorname-Ranking: Mit rund 10.000 Vornamen kann man insgesamt rechnen. Und doch gibt es ein klares Ranking, nachdem seit Jahren vor allem kurze Vornamen besonders beliebt sind. Seit 2022 landeten immer wieder Emilia und Noah auf dem 1. Platz, jetzt wurde Emilia durch Sophia abgelöst. Eine amtliche Babynamenstatistik existiert in Deutschland nicht, doch nach Untersuchungen des Vornamenforschers Knud Bielefeld sieht es auf der Liste der weiblichen Vornamen für 2025 so aus: Sophia, Emma, Emilia, Hannah, Lina, Mia, Clara, Ella, Mila und Lia – die Reihenfolge hat sich danach in den letzten Jahren nur unwesentlich verändert. Bei den Jungennamen gibt es folgende Liste für die ersten zehn Vornamen: Noah, Matteo, Elias, Theo, Leo, Luca, Paul, Leon, Emil, Felix. Bei den Jungen stieg inzwischen Leo in die Top Ten ein.
Zufrieden mit dem Vornamen? Die deutliche Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) gibt an, mit dem eigenen Vornamen zufrieden zu sein. Das sagen Männer etwas häufiger als Frauen (87 Prozent vs. 80 Prozent der Frauen). Die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) kennt außerdem die Bedeutung ihres Vornamens – das ergab eine Umfrage von YouGov vom Februar 2021 . Eine knappe Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) ist der Meinung, dass aktuelle Trends Einfluss auf die Namensgebung von Kindern haben. Für Familie/Herkunft votieren 51 Prozent, für Filme und Serien (46 Prozent). Ein Fünftel (21 Prozent) nennt Musik als beeinflussendes Element. Als wichtige Einflussbereiche für Vornamen nennen die Deutschen am häufigsten Familie/Herkunft (79 Prozent) und Geschichte (59 Prozent). Politik schneidet bei dieser Frage am schlechtesten ab: Nur 13 Prozent sind der Meinung, dass sie ein guter Einflussbereich für die Namensgebung sei. Auf Basis des YouGov Omnibus wurden dazu 2.058 Menschen vom 12. – 15. Februar 2021 befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Auch 2025 zeigten sich nur 21 Prozent „sehr unzufrieden (9) oder „eher unzufrieden“ (12 Prozent) mit ihrem Vornamen. (Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit Ihrem eigenen Vornamen? Veröffentlicht am 14. April 2025 → Umfrage vom 14. April 2025 auf 14706 Erwachsene / IN DEUTSCHLAND)
Wer kennt den Patron zu seinem Vornamen? Maria, Markus, Noah: Nur etwa jeder Fünfte (22 Prozent) kennt seinen Namenspatron. Knapp die Hälfte (47 Prozent) gab in einer Yougov-Umfrage für die Katholische Nachrichten-Agentur an, dass sie den Patron oder die Patronin nicht kennt. Rund ein Drittel machte keine Angabe oder erklärte, der eigene Name habe keinen christlichen oder religiösen Hintergrund. Bei den jüngeren Menschen ist demnach eine Tendenz abzulesen, dass sie durchaus wieder mehr Wert auf ihren Namenspatron legen. Ein gutes Viertel (28 Prozent) der 18- bis 28-Jährigen, die ihren Patron kennen, sagte, diese Figur habe für sie „große Bedeutung“; weitere 24 Prozent sprachen von „gewisser Bedeutung“. In den anderen Altersgruppen ist der Anteil geringer – bei den sogenannten Millennials (Jahrgänge 1981 bis 1996) waren es beispielsweise 13 und 26 Prozent. Bei der Generation X (1965 bis 1980) lagen die Zahlen bei 4 und 23 Prozent, bei den Boomern (1946 bis 1964) waren es 5 und 22 Prozent. (KNA)
Was sind Namenspatrone? Vor allem katholische und orthodoxe Christinnen und Christen tragen häufig die Namen von Glaubensvorbildern und stellen sich unter den Schutz von Namenspatronen. Die Namensgebung bezog sich lange und oft auch auf den Patron am Tag der Geburt. Seit dem Mittelalter bildete sich ein fester Heiligenkalender heraus, der das Arbeits- und Familienleben gliederte und an jedem Tag des Jahres ausdrücklich auf mehrere Heilige hinweist – so etwa den heilige Josef am 19. März, Peter und Paul am 29. Juni, Jakobus am 25. Juli, Martin am 11. November oder Stefanus am 26. Dezember. Ebenso wie die großen kirchlichen Themen-Feste – Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt oder Weihnachten – strukturierten die Heiligenfeste das Jahr: Am Martinstag oder an Mariä Lichtmess am 2. Februar erhielten Knechte und Mägde den Jahreslohn. Heiligenfeste markierten den Start oder das Ende der Feldarbeit. Sie verbanden sich mit Wetterphänomenen: Die Eisheiligen im Mai und die Siebenschläfer im Juni gelten noch heute als halbwegs verlässliche Wetterpropheten. Auch im Familienleben spielte der Heiligenkalender eine große Rolle – zumindest bei Katholiken. In vielen katholischen Regionen war der Namenstag wichtiger als der Geburtstag. Kinder wurden der Fürsorge des Heiligen empfohlen, der ihr Namenspatron war. Mittlerweile haben die Geburtstage allerdings die Namenstage an Bedeutung weit überholt.
Selig- und Heiligsprechungen
Vorstellungen vom „Heiligen“, Göttlichen, vom Unzerstörbaren und der Vollendung gibt es in allen Religionen. Tabus und Riten vielfältiger Art markieren die Aura des Unberührbaren, aber das „Heil“, „Heile“ und „Heilige“ hat auch ganz profane Bedeutung: Es meint etwa „gesund“, „ganz“, „gesegnet“, „glücklich“, „vollkommen“ und „vollständig“, es findet sich als „heilsam“ oder „heilfroh“ ebenso wie in den Worten Heiligtum, Heilkunde, Heilkraft, Heilfasten oder Heilkräuter, aber auch in seiner gegenteiligen Bedeutung „heillos“ oder „Unheil“. Die Heiligsprechung ist in der katholischen Kirche eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über seine endgültige Aufnahme zu Gott. Nach dieser „Kanonisation“, die während eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden. Der Heiligsprechung geht ein kirchlicher Prozess voraus, der über mehrere Instanzen führt. Dabei muss nachgewiesen werden, dass durch die Fürsprache des oder der Betroffenen Wunder geschehen sind. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die als Märtyrer, also wegen ihres Glaubens, gestorben sind.
Vor einer Heiligsprechung steht die Seligsprechung. Bei ihr stellt die katholische Kirche durch das Urteil des Papstes fest, dass eine verstorbene Person vorbildlich aus dem Glauben gelebt hat und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist. Aus der positiven Beurteilung durch die vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen ergibt sich die offizielle Empfehlung, diese als Vorbild und als Fürsprecher bei Gott anzunehmen. Zugelassen ist hier nur eine regionale Verehrung des Seligen. Das Gesamtverzeichnis der Seligen und Heiligen der katholischen Weltkirche („Martyrologium romanum“) nennt rund 7.000 namentlich bekannte Selige und Heilige. Streng genommen sind trotz offizieller Selig- und Heiligsprechungen durch den Papst aber auch nach katholischem Verständnis alle Getauften heilig, weil sie geheiligt worden sind durch Jesus Christus.

