Passionszeit meets Ramadan


Die christliche Fastenzeit ist an das Osterdatum gebunden, das sich nach einem komplexen Zusammenspiel von Sonnen- und Mondkalender richtet: Ostern wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert. Daraus ergibt sich als frühester Termin für das Osterfest der 22. März, spätester Termin ist der 25. April. Der Ramadan hingegen folgt strikt dem Mondkalender und verschiebt sich daher durch alle Jahreszeiten. Dass sich 2026 beide Fastenzeiten überschneiden, ist kein alltägliches, aber auch kein einmaliges Ereignis. Zuletzt war das 1921 der Fall .

Die christliche Fastenzeit , häufig auch „Österliche Bußzeit“ oder Passionszeit genannt, beginnt mit dem Aschermittwoch und dauert 40 Tage bis zum Ostersonntag (Sonntage ausgenommen). Sie bereitet auf das Hochfest der Auferstehung Jesu, das Osterfest, vor. Ihr Ursprung reicht bis in die ersten Jahrhunderte des Christentums zurück. Bereits im 2. und 3. Jahrhundert sind kürzere Fastenzeiten vor Ostern belegt. Die heute bekannte 40-tägige Form setzte sich im 4. Jahrhundert durch. Die Zahl 40 ist dabei biblisch aufgeladen: Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste fastete, ebenso an die 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste.

Theologisch steht die Fastenzeit im Zeichen von Buße, Umkehr und geistlicher Vorbereitung. Traditionell bedeutete das einen strengen Verzicht auf Fleisch, später auch auf Milchprodukte oder Alkohol. Heute interpretieren viele Christinnen und Christen das Fasten weiter: Neben dem Verzicht auf bestimmte Speisen treten Konsumverzicht, digitale Enthaltsamkeit oder bewusstes soziales Engagement. Worauf konkret verzichtet wird, liegt in der Entscheidung des Fastenden selbst.

Demgegenüber ist das Fasten im Ramadan genau geregelt: Das Fasten ist für erwachsene Muslime religiös verpflichtend – Ausnahmen gibt es u.a. für Kranke oder Reisende. Während des 30 Tage dauernden Ramadan wird täglich gefastet – allerdings nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In dieser Zeit sind essen und trinken, Rauchen und sexuelle Beziehungen untersagt. Täglich nach Sonnenuntergang wird ein Fastenbrechen (Iftar) gefeiert, dann sind Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme gestattet.

Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, ist eine der fünf Säulen des Islam und gilt als heiligste Zeit im Islam. Seine religiöse Bedeutung geht auf das 7. Jahrhundert zurück, als dem Propheten Muhammad nach islamischer Überlieferung im Monat Ramadan erstmals Offenbarungen des Korans zuteilwurden.

(Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt)

  • 15.03.2026
  • Manfred Rütten
  • Red
Passionszeit meets Ramadan
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