Renovabis: Damit Europa menschlich bleibt


INFO: Am 10. Mai 2026 wird im Dom zu Augsburg mit einem feierlichen Gottesdienst die diesjährige Pfingstaktion des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis eröffnet. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und wird übertragen von Bibel-TV, katholisch1tv, EWTN, K-TV, Domradio sowie im Livestream des Bistums Augsburg. Mit dabei sein werden Gäste aus Armenien, Litauen, Serbien und der Ukraine, Hauptzelebrant und Prediger ist Bischof Dr. Bertram Meier von Augsburg, die Konzelebration übernehmen Kardinal László Német SVD (stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Bischofskonferenz, Belgrad) und Pfarrer Thomas Schwartz (Renovabis-Hauptgeschäftsführer, Freising). Die aktuelle Kampagne steht unter dem Leitwort „Zusammen_wachsen“, so Renovabis, „ein Anliegen, das in unseren Partnerländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa ebenso drängend ist wie bei uns in Deutschland. Polarisierung, soziale Ungleichheit und nationalistische Tendenzen gefährden das Miteinander. Der Krieg gegen die Ukraine hat die bestehenden Spannungen weiter verschärft. Renovabis unterstützt im Osten Europas Initiativen, die Brücken bauen, Dialog fördern und Solidarität leben. Die Pfingstaktion lädt dazu ein, gemeinsam hinzuschauen und aktiv zu werden, damit Europa ein Ort bleibt, an dem Menschen füreinander einstehen und christliche Nächstenliebe und Solidarität erfahrbar wird.“

Renovabis – Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Der Name stammt aus Psalm 104: „Renovabis faciem terrae – Du (Gott) wirst das Antlitz der Erde erneuern“. Das 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegründete Hilfswerk mit Sitz in Freising unterstützt Projekte zur Erneuerung des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in 29 Ländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dazu gehören kirchlich-pastorale Projekte wie Jugendseelsorge, Familienseelsorge, Ausbildung von Priestern und Ordensleuten, Bau von Kirchen und Gemeindezentren, soziale Projekte und Bildungsprojekte, Altenheime, Tageszentren für Kinder aus sozial schwachen Familien, Projekte für Straßenkinder und für Menschen mit Behinderung, Förderung von Schulen und Berufsschulen und weitere Projekte, wie Ausbildung von Journalisten, Förderung von Medienarbeit und Nothilfe (z.B. für Flüchtlinge oder im Fall von Naturkatastrophen). Nach eigenen Angaben wurden seit der Gründung knapp 27.000 Projekte im kirchlich-pastoralen, sozialen und Bildungsbereich in 29 Ländern mit fast 900 Millionen Euro unterstützt.

Kontakt: Renovabis, Domberg 27, 85354 Freising, Tel. 08161 / 5309-0, Fax 08161 / 5309-11, E-Mail: info@renovabis.de, Spendenkonto: IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77, BIC: GENODEF1M05, LIGA Bank eG. Mehr: www.renovabis.de/

Hilfe für Mittel- und Osteuropa: Der Aktionsrat des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis hat in seiner März-Sitzung 13,3 Millionen Euro für 286 Projekte in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bewilligt – darunter 16 Großprojekte, allein fünf davon in der Ukraine. Dort hat das Hilfswerk in den Wintermonaten rund eine weitere halbe Million Euro an Nothilfe geleistet – für beheizte Wärmezelte, Notstromversorgung oder Lebensmittel. Mit dem Ende der kältesten Monate richtet sich der Blick nun wieder vermehrt auf langfristige Stabilisierung: Psychosoziale Angebote, Bildungs- und Jugendprogramme sowie die Unterstützung von Binnenvertriebenen gewinnen wieder an Bedeutung.

Die Beschlüsse des Aktionsrats stehen im Zeichen des Leitworts der diesjährigen Pfingstaktion: „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“. Die Projekte machen deutlich, dass Renovabis nicht nur aktuelle Not lindern, sondern strukturelle Veränderungen anstoßen will und nachhaltig hilft. Erzbischof Dr. Heiner Koch, der Vorsitzende des Aktionsrates von Renovabis, unterstreicht: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt lässt sich nicht verordnen – er entsteht dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Gerade in Ländern wie der Ukraine zeigt sich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften sind, die nicht nur in der akuten Not helfen, sondern Menschen langfristig stärken und begleiten.“

Wie ein nachhaltiges „zusammen_wachsen“ gelingt, zeigt sich in einem neu bewilligten Projekt „Restart“ auf dem Westbalkan: In Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Serbien arbeiten fünf Caritas-Organisationen zusammen, um mehr als 1.500 arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Berufsperspektiven zu eröffnen. In regionalen Karriere-Zentren erhalten sie Beratung, Qualifizierung und Unterstützung beim Übergang in eine Beschäftigung. Renovabis-Bischof Koch betont: „Durch solche Projekte profitieren nicht nur die jungen Erwachsenen, sondern ganze Regionen, die nach Jahrzehnten der Spannungen auf einen gemeinsamen wirtschaftlichen Aufschwung angewiesen sind.“ Zudem sei bei diesem Projekt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ländern bemerkenswert. „Bei Restart ziehen Menschen aus fünf Ländern an einem Strang – trotz bestehender staatlicher Spannungen“, erläutert Koch. Das mache Mut. Ein weiteres Projekt hat der Aktionsrat in Armenien auf den Weg gebracht: Dort stehen seit der Vertreibung von rund 120.000 Menschen aus Berg-Karabach weiterhin viele Familien vor großen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen. In der Region Vayots Dzor bietet die Community Development NGO therapeutische Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche und unterstützt geflüchtete Familien auf dem Weg zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit. So wachsen Perspektiven und der Zusammenhalt in der ganzen Region.

Kollekte am Pfingstsonntag: Am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, wird in allen Gottesdiensten die Renovabis-Kollekte zugunsten der Menschen in Mittel- und Osteuropa stattfinden. Unter www.renovabis.de/aktion stehen Materialien (wie Plakat, Textelemente, Pfingstnovene, Gebetsbild und Aktionsheft) zum Download zur Verfügung. Alle Informationen und Materialien zur Pfingstaktion: renovabis.de/aktion . Videos: https://www.youtube.com/@renovabis

  • 09.05.2026
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
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