Sternsinger in den Startlöchern


INFO: „Ich freue mich sehr, dass wir die Aussendung zur kommenden Sternsingeraktion hier in Freiburg ausrichten dürfen“, sagte Freiburgs Erzbischof Stephan Burger rund um den Auftakt der kommenden Sternsingeraktion 2026. Die Erzdiözese Freiburg ist nach 1991 zum zweiten Mal Gastgeber eines Aktionsauftakts (30.12.2025).

„Sternsingen ist ein Zeichen der Solidarität in die Welt hinein, es ist ein Zeichen der Hoffnung, das Ihr in die Häuser tragt“, würdigte Erzbischof Burger die anwesenden Sternsingerinnen und Sternsinger stellvertretend für das Engagement der vielen Königinnen und Könige überall in Deutschland. „Ich danke Euch, dass Ihr diese Solidarität zeigt und lebt. Ihr tragt dazu bei, dass Kinder die Chance haben, wieder zur Schule zu gehen. Ihr helft durch Euer Engagement mit, dass Kinder eine Zukunft haben.“

„Kinder helfen Kinder – dieses Signal wird auch von der bundesweiten Eröffnung in Freiburg in die ganze Republik gesendet“, machte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, deutlich. Vor allem eine Botschaft sei bei der kommenden Aktion Dreikönigssingen natürlich wichtig: „Kinder gehören in die Schule und nicht in die Fabrik. Weltweit müssen 138 Millionen Kinder arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gefährlichen, gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Ihre Rechte, insbesondere die auf Schutz, Bildung, Spiel und Freizeit werden dabei massiv missachtet.“

Die kommende Aktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Pfarrer Bingener war im Oktober in den Sternsingerprojekten im Beispielland Bangladesch zu Gast und lernte dort Tazim und Nour kennen. Zwei Kinder, die den erschreckenden Zahlen und dem Schicksal so vieler ein Gesicht geben. Dank eines Sternsingerpartners wurden sie aus der Kinderarbeit befreit und „sind nun überglücklich, dass sie wieder zur Schule gehen können“, so Pfarrer Bingener. „Es ist, als wenn man einem Vogel die Freiheit schenkt und er davonfliegen kann. Die beiden können jetzt wieder spielen und lernen und haben ihre Zukunft so selbst in der Hand.“

Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), verwies darauf, dass sich der BDKJ schon immer für die Rechte von Kindern weltweit einsetze. „Frieden und Gerechtigkeit können nur entstehen, wenn die Rechte von Kindern gewahrt werden. Und Armut können wir nur bekämpfen, wenn wir nicht nur mit unserem europäischen Blick auf die Probleme in der Welt schauen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir in der Aktion Dreikönigssingen immer die Projektpartnerinnen und Projektpartner in den Ländern der Einen Welt im Blick behalten. Denn die können uns sagen, was für die Kinder dort wirklich gebraucht wird.“

Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Sternsinger: Die Aktion geht auf die damals 15-jährige Auguste von Sartorius (1830-1895) zurück, die den Anstoß zur Gründung eines Hilfswerks gab. Es wurde unter dem damaligen Namen „Verein der heiligen Kindheit“ am 2. Februar 1846 in der Aachener Pfarrei St. Foillan ins Leben gerufen. Ihren Verein erhob 1922 Papst Pius IX. den Verein zum Päpstlichen Werk mit dem Namen „Päpstliches Missionswerk der Kinder in Deutschland“. Seit 1934 wurde das Werk immer mehr durch staatliche Maßnahmen eingeschränkt, durch die Gestapo überwacht, 1941 die Zentrale zwangsgeräumt. 1959 wurde die erste Aktion Dreikönigssingen ausgerufen und seit 1961 als gemeinsame Aktion des Kindermissionswerkes und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durchgeführt. Seit 1976 ist das Kindermissionswerk der päpstlichen Kongregation für die Evangelisierung der Völker in Rom zugeordnet, seit 1980 sind die Präsidenten von Missio Aachen und Missio München Co-Präsidenten. 2017 übersprang das Sammelergebnis der Sternsinger eine Milliarde Euro insgesamt.
Mehr: Die Ursprünge des Kindermissionswerks .

Kontakt: Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ e.V., Stephanstraße 35, 52064 Aachen, Tel. 49 241.44 61-0, E-Mail: kontakt@sternsinger.de , Spendenkonto Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ e.V., IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX, Pax-Bank eG, Informationen zu den Sternsingern – https://www.sternsinger.de/sternsingen/   Internet: www.sternsinger.de

  • 28.12.2025
  • Stefan Klinkhammer
  • Red
Sternsinger in den Startlöchern
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