Der Beitrag zum Nachlesen:
Irgendwo im französischen Nirgendwo liegt Taizé, ein kleines Örtchen mit einer bemerkenswerten Geschichte: Hier hat 1940 der Schweizer Frère Roger einen Männerorden gegründet, der bis heute Woche für Woche tausende von Jugendlichen aus allen Ländern der Welt anzieht.
Es geht hier um Versöhnung. Um friedliches Miteinander. Um Achtsamkeit. Und um innere Einkehr. Eine Woche lang Besinnung aufs Wesentliche. Teilnehmerin Ava tut das gut, wie sie sagt. „Ich habe hier die Ruhe genossen und tatsächlich weniger auf mein Handy geschaut, einfach so.“ Und für Leff ist die Zeit dort besonders prägend. „Ich glaube eigentlich gar nicht an Gott, aber hier konnte ich einmal ganz frei darüber nachdenken. Und möchte weiter an meinen Fragen arbeiten.“
Die Woche ist einfach strukturiert. Feste Gebetszeiten, feste Essenszeiten, dazwischen am Vormittag Bibelstudium und Kleingruppenarbeit mit Diskussionen über Lebensfragen. Am Nachmittag Housekeeping – also Kloputzen mit guter Laune. Eine Struktur, in die sich die Gäste fallen lassen können. Stille, Entschleunigung – all das, was im Alltag oft verloren geht.
Ich bin beseelt von all dem. Von der Tiefe der Jugendlichen, von der Atmosphäre, von der Schlichtheit, die einfach reicht.

