Timmy


 

Im April und auch noch im Mai hat eine Nachricht die Medien beherrscht: Timmy der Wal. Was an dieser Story Hoffnung macht, darüber spricht Sebastian Richter im „Augenblick mal!“. Hier zum Nachlesen:

 

Im Meer sterben täglich Wale. Ohne Nachrichten, ohne Namen, ohne Anteilnahme. Dann schwimmt einer in die Ostsee – und halb Deutschland hält den Atem an.

Knut war ein Eisbär. Bruno ein Braunbär. Timmy ein Wal. Wir kennen ihre Namen. Die der Menschen im Mittelmeer? Meistens nicht.

Das ist keine Anklage. Nur eine Frage, die mich nicht loslässt: Was entscheidet eigentlich, wen wir sehen – und wen nicht?“

Mitgefühl für einen kranken Wal ist ja erstmal was Gutes. Die Welt braucht mehr Mitgefühl. Und wenn ein Wal uns daran erinnert: warum nicht?!

Und so Wale, sind ja wirklich krasse Tiere: sie singen komplexe Liebeslieder, leben in sozialen Gruppen, ernähren sich friedlich von Plankton und Krill. Vielleicht fasziniert der Wal so, weil wir diesen Tieren einige Eigenschaften zuschreiben, die wir uns von Menschen auch erhoffen.

Eckart von Hirschhausen postet neulich in den sozialen Medien: “Man kann um einen Wal weinen und ein Herz haben für alle anderen Lebewesen. Menschen eingeschlossen.”

Und so hoffe ich, dass die Geschichten um diesen Wal uns erinnern und ermutigen, für ein gutes Miteinander einzustehen. Nicht nur an Ostsee oder Mittelmeer. Sondern auch zuhause. In der Familie. Oder im Ehrenamt, in der Schule und auf der Arbeit. Vielleicht braucht da mal wieder jemand meine Aufmerksamkeit?

Sebastian Richter von der evangelischen Kirche für „Augenblick mal!“

 

  • 12.05.2026
  • Max Testermann
  • Red
Timmy
  • AM260512