INFO: Berlin (KNA) Einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Wenige Wochen vor der Zeitumstellung herrscht oft Verwirrung. Wann wird umgestellt? Zum Herbstanfang? Ende September? Oder doch erst Ende Oktober? Und – darf man eine Stunde länger schlafen, oder muss man eine Stunde früher aufstehen?
Des Rätsels Lösung: Am letzten Sonntag im Oktober ist es so weit – in diesem Jahr also am 25. Oktober. Die Uhr wird um 3.00 Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Die Nacht wird demnach eine Stunde länger. Die Sommerzeit endet. Diese hatte am letzten Sonntag im März begonnen. Damals waren die Uhren um 2.00 Uhr um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt worden.
Bis 1995 war die Umstellung auf die sogenannte Normalzeit am letzten Sonntag im September, also nah am kalendarischen Herbstanfang. Ab 1996 hat man nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt den Zeitraum der Sommerzeit verlängert. Seither ist die Umstellung erst am letzten Sonntag im Oktober.
Eigentlich sollte es die von vielen als lästig empfundene Zeitumstellung nicht mehr geben. 2019 sprach sich das Europäische Parlament mit großer Mehrheit dafür aus, die 1980 erneut eingeführte Zeitumstellung wieder abzuschaffen. Bislang konnten sich die EU-Mitgliedstaaten aber nicht auf eine gemeinsame Regelung einigen. Auch in den USA werden im Frühjahr und im Herbst die Uhren umgestellt. Ausgenommen sind einige Bundesstaaten und Territorien, darunter Hawaii. In den USA wird die Zeitumstellung unter anderem mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteilen begründet.
Kriege und Energieverbrauch
In Deutschland war im Umfeld der beiden Weltkriege von 1916 bis 1919 und von 1940 bis 1949 eine eigene Sommerzeit eingeführt worden – vor allem, um das Tageslicht in Landwirtschaft und Rüstungsindustrie besser nutzen zu können. Bei der Wiedereinführung 1980 wollte man auch Energie sparen. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Zeitumstellung den Energieverbrauch nicht nennenswert senkt.
