Köln (KNA) Die Radioserie „20 Menschen, die Hoffnung machen“ hat den Audiopreis der Kirchen für gesellschaftlichen Zusammenhalt gewonnen. Dania Tölle und Tobias Fenneker von Radio Hochstift (Paderborn/Höxter) erhielten die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitagabend beim Hörfunkpreis der Landesanstalt für Medien (LfM) in Köln.
In der Begründung der Jury hieß es: „Radio Hochstift lässt einen ganzen Monat lang Menschen zu Wort kommen, die sich nicht unterkriegen lassen, sondern Zuversicht und Hoffnung verbreiten.“ Alter, Herkunft und sozialer Status der Mutmacherinnen und Mutmacher seien ebenso verschieden wie ihre Herausforderungen: „Ob Behinderung, Einsamkeit, Gewalt, Krankheit, Extremismus oder Beschwerden des Alters – Tobias Fenneker und Dania Tölle lassen sie mit starken, authentischen und emotionalen Zitaten ihre Hoffnungsgeschichten erzählen.“
Optimistischer Perspektivwechsel
Mit der Serie gelinge, so die Jury weiter, ein „optimistischer Perspektivwechsel gegen den gesellschaftlichen Trend“, der außerdem die Vielfalt vor Ort gut abbilde: „Dieser konstruktive und lösungsorientierte Ansatz, der den Zusammenhalt stärken soll, erscheint heute nötiger denn je.“
Das Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt werde vorbildlich, informativ und unterhaltsam in verschiedenen journalistischen Formaten umgesetzt und rege zum Mit- und Nachmachen an, ergänzte die Jury: „Bemerkenswert ist auch die Einbeziehung der Hörerinnen und Hörer von Anfang an. Abgerundet wird der absolut preiswürdige Beitrag durch die Hilfs- und Unterstützungsangebote auf einer Sonderseite der Homepage.“
Hospizdienst und Little Homes für Obdachlose
Neben dem Hauptpreis gab es zwei lobende Erwähnungen der Kirchenjury: Madlen Gerick von Radio Essen erhielt eine für Beiträge über einen ambulanten Hospizdienst in Essen; Niklas Mimm von Radio NE-WS 89.4 in Neuss erhielt die zweite für die Serie „Weg von der Straße: Little Homes für Obdachlose“.
Die Kirchen zeichnen beim Audio-Preis der LfM in jedem Jahr Beiträge, Serien oder Podcasts aus, die aktuelle ethische Fragen des Zusammenlebens aufgreifen. Die bisher als „Medienethischer Sonderpreis“ bezeichnete Auszeichnung wurde erstmals als Preis in der Kategorie „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ verliehen. Mit der Ehrung sollen Journalistinnen und Journalisten in den NRW-Lokalradios ermutigt werden, auch vermeintlich schwierige Themen aufzugreifen und dabei an Grundwerte zu erinnern.
