Pressemitteilung

Weihnachtsansprache am 24.12.2025

In der Weihnachtsansprache in den NRW-Lokalradios greift Priester Maximilian Strozyk das Motto des diesjährigen „Friedenslichts“ auf: Ein Funke Mut. Denn gerade Weihnachten ist ein Fest, das Mut machen will, so der Bundeskurat der DPSG.

  • 24.12.2025
  • Stefan Klinkhammer

Weihnachtsansprache am 24.12.2025 von der Katholischen Kirche in NRW 

Maximilian Strozyk, Bundeskurat der DPSG – Deutsche Pfadfinder*innenschaft St. Georg

„Sind die Lampen schon an?
Ich hoffe es doch sehr, liebe Zuhörer*innen, dass gerade in dieser Nacht, am Heiligen Abend ganz viele Lichter in all unseren Herzen strahlen. Egal, ob Sie gerade mit der Familie nach der Bescherung unter dem Tannenbaum sitzen, gerade auf der Arbeit sind und sich dieser Abend erstmal so gar nicht besonders anfühlt, oder gerade alleine sind und sich nach Gemeinschaft sehnen. Wir alle tragen eine tiefe Sehnsucht nach einem solchen Licht, das uns Nähe, Geborgenheit und Wärme schenkt.

Ich durfte das in den letzten Tagen sehr häufig erleben: Mit den Pfadfinder*innen haben wir das Friedenslicht aus Bethlehem an alle Menschen guten Willens verteilt. Entzündet wurde es in Bethlehem, in der Geburtsgrotte Jesu. Einem Ort, der noch immer weit entfernt ist von einem friedvollen Miteinander der Menschen vor Ort. Hier wird Gott Mensch, so die Botschaft dieses Lichtes. In allem Streit, in aller Dunkelheit.
Und: Es will ein Zeichen der Hoffnung sein, dass Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft nicht bloß leere Floskeln sind, sondern eine echte Möglichkeit für die ganze Menschheit.
„Ein Funke Mut“ ist das Motto des Friedenslichtes in diesem Jahr. Mich erinnert es daran, dass auch Veränderung zum Guten hin oft Mut braucht. Weil wir nie sicher sein können, ob es uns gelingen wird unseren Traum von Frieden zu leben. Gott macht es uns an Weihnachten vor, wenn er absolut mutig Teil dieser Welt wird. Als ein kleiner Funke entzündet er in Jesus, dem kleinen Baby sein Licht in dieser Welt. Er setzt damit alles auf eine Karte und verbindet seine Geschichte mit unserer Welt.

Weihnachten ist ein Fest, das uns Mut machen will. Mut in allen Dunkelheiten, in allen Kriegen dieser Welt ein Licht zu entdecken, das uns den Weg zum Frieden weist. Es braucht Mut, darauf zu hoffen, dass wir gemeinsam diese Welt wirklich zu einem hellen Ort für alle Menschen machen können. Und es braucht Menschen wie Sie, die sich dafür einsetzen.
Die kleine Flamme des Friedenslichtes gibt mir dabei heute Abend viel Hoffnung. Weil so viele junge Menschen Bot*innen des Friedens werden. Weil sie Lampen entzünden und andere Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Identität anstecken wollen mit diesem Funken, der von Bethlehem ausgeht.
Wenn Sie mögen, gehen Sie doch mal in den nächsten Tagen in die Kirchen in Ihrer Umgebung. In vielen dieser Kirchen brennt das Friedenslicht und kann mit einer eigenen Kerze mitgenommen werden. Nur Mut. Machen Sie Ihre Lampen an.
In diesem Sinne wünsche ich euch und Ihnen allen frohe und gesegnete Weihnachten, mit so vielen Funken Mut, Hoffnung und Liebe, dass alle Lampen hell leuchten und eine Spur dieses Lichtes in die ganze Welt hinauszieht.

Ihr und euer Maximilian Strozyk – Bundeskurat der DPSG

INFO: Der aus Bochum stammende und in Mülheim lebende Strozyk ist im Bistum Essen als Jugendseelsorger in der Duisburger Jugendkirche Tabgha tätig. Seit dem Sommer 2025 ist er außerdem Bundeskurat der DPSG (Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg). Als Kurat wird bei der DPSG die geistliche Begleitung bezeichnet. Ihre Aufgabe ist es, Leitungskräfte des Verbandes in Glaubensfragen zu beraten und zu sensibilisieren.

Auf der Bundesversammlung im Sommer hatte Maximilian Strozyk unter anderem dafür geworben, die Ausbildung von Kuratinnen und Kuraten in den einzelnen DPSG-Stämmen weiter zu profilieren und für Themen wie spirituellen Machtmissbrauch zu sensibilisieren. Zudem möchte Strozyk die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in dem bundesweit rund 95.000 Mitglieder umfassenden katholischen Jugendverband dabei unterstützen, ihre eigene Spiritualität zu entwickeln. Für das gemeinsame Engagement mit den Kuratinnen und Kuraten der DPSG und anderen interessierten Menschen schlug er vor, eine „Arbeitsgemeinschaft Spiritualität“ innerhalb des Jugendverbands zu gründen.
In seiner Bewerbung verwies Strozyk zudem auf eines der Kirchenbilder der DPSG: die Gemeinschaft am Lagerfeuer. „So möchte ich den Verband (er-) leben: als eine Gruppe, die sich um eine Mitte versammelt, die Wärme spendet, offen für andere ist und in der Platz für Träumereien, Diskussionen und vor allem Menschlichkeit ist“, so Strozyk.

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)
Die DPSG wurde 1929 gegründet und ist mit rund 95.000 Mitgliedern der größte katholische Pfadfinderverband und gleichzeitig einer der größten Kinder- und Jugendverbände in Deutschland. In der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sind rund 25.000 Wölflinge (7- bis 10-Jährige), 21.500 Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder (10- bis 13-Jährige), 14.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder (13- bis 16-Jährige) sowie 14.500 Roverinnen und Rover (16- bis 20-Jährige) aktiv. Geleitet und begleitet werden sie von rund 20.000 Leiterinnen und Leitern (ab 18 Jahren).

Seit dem Sommer hat die DPSG nun nicht nur einen neuen Bundeskuraten, sondern auch offiziell einen neuen Namen, der die „Geschlechtergerechtigkeit“ zum Ausdruck bringen soll. „Mit dieser Veränderung möchten wir unseren Anspruch unterstreichen, ein moderner, inklusiver und geschlechtergerechter Verband zu sein“, so die Pfadfinder.

Das Friedenslicht ist ein Zeichen für Freundschaft, Gemeinschaft und Verständigung aller Völker. Bei einer ökumenischen Feier am 6. Dezember im österreichischen Linz wurde das Licht an Pfadfindergruppen aus rund 30 Ländern übergeben. Zuvor wurde es in Bethlehem in der Geburtsgrotte entzündet. Pfadfinderinnen und Pfadfinder bringen das Licht in ihre Heimat, wo es verteilt wird.

Kontakt: Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg, Bundeskurat Maximilian Strozyk, Bismarckplatz 7/7a, 41061 Mönchengladbach, Internet: https://dpsg.de/de